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Ein Klassiker: Der Straßenkehrer

Er war ein pubertärer Straßenkehrer
Sie ein gefallnes Mädchen, aus dem dritten Stock
Er war von üppigem Fleische ein Verehrer
Und ihre Formen, die warn zärtliches Barock

So kams, wies kommen musst daß sie sich trafen
Im Morgengraun, nicht weit weg von seim Haus
Sie hat ihren Rausch dort ausgeschlafen
Und er musst, als Straßenkehrer stets früh raus

Er sah sie an und ach, er war gefangen
Und schüchtern beugt er sich sanft zu ihr vor
Sie schlug ein Auge auf und stand in Flammen
Sie rülpste ihm was liebes in ihr Ohr

Was is sie damals für ein wilder Feger gwesen
Da Straßenkehrer sowieso auch, des is ja klar
Heute sind sie beides alte Besen
Aber der Alltag niemals grau, so wie ihr Haar

Wie viele Jahre sind seit dieser Zeit vergangen
Aber niemals wurde ihre Liebe klamm
Die Zeit fraß Falten in die Wangen
Aber die zwei, die ham gewusst, mir zwei kehrn zamm (gehören zusammen)

Und heut kehrn sie immer noch zusammen …. Zamma
Sie kehrn zamma zam (sie kehren zusammen, zusammen), nicht weil sich des so kehrt (nicht weil sich das so gehört)
Sie spürn, wenn sie zamm zammakehrn (kehren), daß sie im Kern gern zammakehrn (gehören)
Schön, wenn man nicht alleine zammakehrt (kehren)

Und irgendwann kehrn sie zusammen uns den Rücken
Weil der Mensch am Ende Gott allein nur kehrt (gehört)
Und hat er mal verkehrt begehrt, dann hat sie ihn bekehrt, aber auch umgekehrt
Sie ham immer nur auf ihre Herzen kehrt (gehört)

Aus dem Schlachthof bei Otti: